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Do 04.05 18:00 - 21:00
Zoonacht mit Führung & Schlangenfütterung

 

Terrariengestaltung:

 

Die Terrarienausstellung des Reptiliums wurde in drei Einheiten geplant: Einer  Hauptausstellungshalle mit Regenwald-, Halbwüsten und Wüstenterrarien, einem Bereich für nachtaktive Amphibien und Reptilien und eine Wüstenhalle. Die zur Verfügung stehende Gesamtfläche beträgt dabei ca. 2000 m². Insgesamt stehen 50 Terrarien für die Pflege unserer Reptilien und Amphibien mit einer Gesamtterrarienfläche von ca. 450 m² zu Verfügung.

 

Bei der Planung einer großen Schauterrarienanlage müssen, neben den grundlegenden technischen Vorraussetzungen (beispielsweise Lüftung, Beleuchtung, Heizung, Beständigkeit des Materials gegenüber Feuchtigkeit und hohen Temperaturen etc.) auch spezifische technische Anforderungen erfüllt werden, die sich zu einem beträchtlichen Teil aus der enormen Größe der Anlagen herleiten (entsprechend dimensionierte Wasserver- und Entsorgung, Energieversorgung, Filtersysteme). Besonders wichtig sind jedoch auch Sicherheitsaspekte im Hinblick auf die Gefahren für die Tiere und/oder für die Besucher, die bei der baulichen Gestaltung der Anlage berücksichtigt und eliminiert werden müssen.

 

Die Terrarienanlagen in der Hauptausstellungshalle und im Nachttierbereich wurden aus einem Stahlprofil erstellt, das normalerweise im Fassaden- und Schaufensterbau eingesetzt wird. Der Hauptvorteil dieses Materials besteht darin, dass man selbst sehr große Terrarienanlagen mit relativ schmalen und insgesamt filigran wirkenden Profilen erstellen kann und auch dicht schließende Fenster und Türenkonstruktionen möglich sind. Alle Terrarien in dieser Halle verfügen über Bodenwannen, deren Böden aus Fertigbetondecken mit aufliegendem Estrich bestehen. Im Estrich ist eine Warmwasser-Bodenheizung installiert, deren Leistung für jedes Terrarium separat mittels Thermostat steuerbar ist und mit deren Hilfe eine spezifische Grundtemperierung jedes einzelnen Terrariums erreicht werden kann. In jeder Bodenwanne befinden sich ein oder mehrerer Abläufe, die zum einen der Entwässerung der unter dem Terrariensubstrat befindlichen Drainageschicht dienen, zum Teil aber auch als Abläufe für die in den Terrarien integrierten Wasserbecken fungieren. Die Abläufe sind direkt an das Abwassersystem angeschlossen. In vier Terrarien ist jeweils ein großes Wasserbecken integriert, deren Frontscheiben bis auf Bodenniveau reicht und somit ein ungehinderter Einblick unter Wasser gewährleistet ist. Die Verglasung der Terrarien besteht aus einer Sicherheitsverglasung mit einer Scheibendicke bis zu 22 mm.

 

Beleuchtet werden die Terrarien mittels einer kombinierten Beleuchtungsanlage aus Leuchtstoffröhren, HQI-Strahlern, Halogenstrahlern, Glühlampen und speziellen UV-Strahlern.

 

Die Terrarien in der Wüstenhalle hingegen sind anders konzipiert. Sie bestehen aus 70 cm tief in den Boden eingelassenen Betonwannen, auf deren Rändern Haltesysteme für die ansonsten frei stehenden Glasscheiben angebracht sind. Die Terrarien sind also nach oben hin offen und zur Besucherseite hin nur durch die 1,8 m hohen Sicherheitsscheiben abgetrennt.. Der Boden der Terrarien wird auch hier durch eine für jedes Becken einzeln steuerbare Fußbodenheizung beheizt. Darüber hinaus stehen für die Beleuchtung dieser Großterrarien (zwischen 15 und 45 Quadratmeter Fläche je Terrarium) leistungsfähige HQI-Strahler sowie Spezialstrahler zur Wärme- und UV-Erzeugung zur Verfügung.

 

Neben der detaillierten Planung der technischen Seite des Terrarienbaus spielt natürlich auch die konzeptionelle Gestaltung der Terrarienanlage, das heißt die Anordnung und thematische Ausrichtung der einzelnen Terrarien eine Rolle. In der Haupthalle des Reptiliums sind die Terrarien nach Großlebensräumen gegliedert und gruppiert. Zu Beginn des Besucherrundgangs befinden sich insgesamt 14 Wüsten- und Halbwüstenterrarien, während in den restlichen 16 Gehegen Lebensräume der feuchten und halbfeuchten Tropen präsentiert werden.

 

Alle Terrarien werden naturnah gestaltet, indem entsprechende Einrichtungsgegenstände wie Steine, Felsen, Äste, Baumstubben und lebenden Pflanzen kombiniert mit künstlichen Felswänden und Abbruchkanten verwendet werden. Im Bereich für nachtaktive Reptilien und Amphibien werden wir Ihnen Arten vorstellen, deren Hauptaktivität sich auf die Dämmerungs- und Nachtstunden beschränkt. Durch eine künstliche Beleuchtung machen wir in diesem Ausstellungsbereich die Nacht zum Tag und erreichen somit, dass unsere Besucher am Tage die Tiere bei einer Dämmerbeleuchtung in voller Aktivität beobachten können. Es besteht so die einmalige Gelegenheit einen kleinen Einblick in das Privatleben dieser nachtaktiven Tiere zu erhalten. In der Wüstenhalle hingegen konzentrieren wir uns auf Arten, aus den sonnendurchfluteten Trockengebieten unserer Erde, die während des Tages ihre volle Aktivität entfalten.